Am TelefonHokuspokus Verschwindibus

Bild: Thinkstock Kollektion

Wenn vom Partner nur lauter überflüssige Bestellungen zurückbleiben.

von Michael Krampf

«Haben Sie auch schon für Sachen bezahlen müssen, die Sie gar nicht bestellt haben?», fragt mich eine Abonnentin aus Basel an der Telefonhotline des Beobachters. «Nein», antworte ich ihr, «von solchen Abzockerfirmen bin ich bis jetzt zum Glück verschont geblieben. Zudem gilt: Unbestellte Waren müssen Sie ganz sicher nicht bezahlen.» – «Unbestellt kann man nicht wirklich sagen. Mein Lebenspartner hat bei diversen Versandhäusern allerlei bestellt: Druckerpatronen, Socken, Bücher, ein Velo und vieles mehr», erzählt die Baslerin.

«Aber dann muss doch Ihr Lebenspartner diese Dinge bezahlen und sicher nicht Sie. Oder wo liegt das Problem?», frage ich. «Er hat alles auf meinen Namen bestellt.» – «Was? Auf Ihren Namen!», rufe ich aus. «Haben Sie das denn nicht bemerkt?» – «Nein. Erst als der Betreibungsbeamte vor der Tür stand und einen Zahlungsbefehl brachte. Mein Lebenspartner liess sich die Waren an eine andere Adresse schicken, und die Rechnungen hat er einfach verschwinden lassen», sagt die Baslerin. «Das ist doch der Gipfel! Und was sagt Ihr Lebens­partner dazu? Warum hat er das getan?», frage ich. «Das weiss ich auch nicht. Er ist verschwunden.»

Veröffentlicht am 2015 M03 17