1. Home
  2. Beratung
  3. Familienzusammenführung: Frohe Weihnachten

FamilienzusammenführungFrohe Weihnachten

Dank dem Beobachter kann ein chinesisches Mädchen zum Weihnachtsfest zu seinen Grosseltern in die Schweiz reisen.

von

Seit drei Jahren ist Ralph Studer in China tätig. Vor eineinhalb Jahren wurde dort seine Tochter Zhi Qian Lu geboren. Es war bereits das zweite Kind seiner Lebensgefährtin Mei Lian Lu, die chinesische Staatsangehörige ist. Die Angehörigen in der Schweiz waren sehr erfreut und wollten die Kleine so schnell wie möglich kennen lernen.

Doch «eine Reise in die Schweiz zu Grossmutter und Grossvater ist schlussendlich daran gescheitert, dass der chinesische Staat keinen Reisepass für meine Tochter ausstellen wollte», erklärt Ralph Studer. Familien in China dürfen vielerorts laut Gesetz nur ein Kind haben, Zhi Qian Lu ist aber das zweite, «verbotene» Kind seiner Lebensgefährtin. Weil die beiden nicht verheiratet sind, erhielt das Kind die chinesische Staatsbürgerschaft. Allerdings wurden eine Geldstrafe und die Sterilisierung der Mutter verlangt.

Ralph Studer bat bei verschiedenen Stellen um Rat. Doch niemand konnte helfen. «Meine Schwester in der Schweiz hatte dann die Idee, den Beobachter anzufragen. Und schon war die Lösung da.» Mit der erleichterten Einbürgerung der Tochter in der Schweiz wurden alle Probleme auf einmal gelöst. Die Mutter wird weder sterilisiert noch sonstwie bestraft, und «die Tochter darf dieses Jahr Weihnachten mit Grossmutti und Grossvati in der Schweiz verbringen. Vielen Dank und ein grosses Lob an das Beobachter-Team», schreibt Ralph Studer.

Veröffentlicht am 07. Dezember 2004