Heisse Debatte am Familientisch: Müssen die Eltern die 500 Franken für die Domain-Registrierung bezahlen, die ihr 15-jähriger Sohn per Mausklick bestellt hat? Oder anders gefragt: Kann ein Minderjähriger überhaupt einen gültigen Vertrag abschliessen? Zum ersten Mal nutzt Abonnent Viktor Otth (Bild) das Beratungsangebot des Beobachters und übermittelt diese Frage per E-Mail ans Beratungszentrum.

Zwei Tage später findet er in seiner Mailbox die detaillierte Antwort des Beobachter-Konsumexperten Kurt Juchli – und zugleich dessen Gratulation: Viktor Otth ist der 100'000. Ratsuchende, dem der Beobachter seit Anfang März 2000 Rechtsauskunft erteilt hat.

Damals hat der Beobachter seinen Beratungsdienst reorganisiert: Seither müssen sich Ratsuchende nicht mehr schriftlich an den Beobachter wenden, sondern können dies per Telefon tun. Täglich stehen 16 Beraterinnen und Berater während vier Stunden im Einsatz. Sie geben in acht verschiedenen Gebieten Auskunft. 80 Prozent der Anfragen betreffen die Themen Konsum, Wohnen, Arbeit, Sozialversicherungen und Familie. Die restlichen 20 Prozent verteilen sich auf die Bereiche Geld, Staat und Sozialfragen. Im Durchschnitt treffen rund 240 Anfragen pro Tag ein, die meisten übers Telefon, eine wachsende Zahl via Internet.

Viktor Otths E-Mail-Anfrage liess den Fallzähler auf die Jubelzahl 100'000 springen. Ein schöner Erfolg. Dass die grosse, runde Zahl so schnell erreicht wurde, zeigt, dass die Beratungsdienstleistung einem grossen Bedürfnis entspricht. Der Beobachter ist eben mehr als eine Zeitschrift.