Zwei private Anbieter dominieren den Testmarkt: Hinter Basic-check steht ein Verein, dessen Mitglieder sich aus Unternehmen, Berufsverbänden, Lehrmeistervereinigungen und dem kantonalen Berufsbildungsamt Solothurn rekrutieren. Multicheck ist das Produkt der gleichnamigen Firma für Personalanalysen aus Konolfingen. Auf ihrer Referenzliste stehen auch Grossbetriebe wie Ascom, Swisscom oder die SBB.

Während Basic-check als «Vorabklärung von Fähigkeiten und Begabungen» verkauft wird, wirbt Multicheck mit «berufsbezogener Eignungsabklärung». Knapp 8000 Jugendliche haben letztes Jahr Basic-check-Bögen ausgefüllt, Multicheck nennt keine Zahlen. Die Tests kosten 100 (Multicheck) respektive 80 Franken (Basic-check) und müssen von den Prüflingen bezahlt werden.

Nach der Absolvierung eines «flächendeckenden Checks» müssten die Kandidaten nicht zu weiteren Grundlagentests aufgeboten werden, sagt Urs Martini, Leiter der Basic-check-Zentralstelle. Doch eine Garantie dafür gibt es nicht. «Es gibt Firmen, die den Basic-check als Vorselektion werten, zusätzlich aber auf eigene Tests und Abklärungsverfahren setzen», so Martini weiter. Beispiel ABB: Der Technologiekonzern führt in seinen Lehrlingszentren zusätzliche Gruppen-Assessments mit Kandidaten der engeren Wahl durch.

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Die privaten Testanbieter suchen wissenschaftliche Anerkennung: Multicheck lässt sein Produkt von der Uni Bern evaluieren, Basic-check will seine Testresultate durch die Diagnostikkommission des Schweizerischen Verbands für Berufsberatung mit den Noten des ersten und des zweiten Lehrjahrs vergleichen lassen.