Später hatten Buben «Kartonage» und Mädchen «Handzgi». Heute verbessern sie gemeinsam in der Handarbeit ihre Feinmotorik.

Eine weitere schweizerische Errungenschaft zur handwerklichen Förderung ist seit 90 Jahren ungebrochen beliebt: der Bastelbogen des Pädagogischen Verlags des Lehrerinnen- und Lehrervereins Zürich. 1919 zeichnete Primarlehrer Edwin Morf die ersten Modelle, um ein hochwertiges, billiges Lehrmittel und Spielzeug zu schaffen. Derzeit sind es 90 Modelle: Burgen, Schlösser, Häuser und Kirchen, Autos, Loks, Schiffe und Flugzeuge und als Neustes: der Formel-1-Bolide von BMW-Sauber.

Für zwei Franken erhalten die Kinder die Bögen und lernen neben Heimatkunde auch Ausdauer, Genauigkeit, räumliches Denken – und anders als an der Spielkonsole erfahren sie die Freude, selbst etwas zu erschaffen.