Schon in der griechischen Antike vergnügten sich Kinder damit, Nüsse zu werfen, mit Knöchelchen zu würfeln und Steckenpferde zu reiten. Jahrtausendealt ist auch das Jo-Jo: Griechische Keramik mit Jo-Jo spielenden Kindern und eine Jo-Jo-Scheibe aus Terrakotta datieren von etwa 500 vor Christus. Auch auf den Philippinen, in China und Indien war das Spiel verbreitet. Um 1790 erbaute sich der französische und der englische Adel daran. In den USA wurde 1866 das erste Patent vergeben, bis 1929 ein gewisser Donald F. Duncan das Jo-Jo breit kommerzialisierte.

Oder Diabolo: Der auf einer Schnur rotierende Doppelkegel war schon um 1750 vor Christus in China Mode. Ein englischer Botschafter soll ihn 1794 nach Europa gebracht haben.

Der römische Dichter Horaz meinte, wer an Kinderspielzeug «noch als bärtiger Mann Freude hat, dem fehlt es an Verstand». Dass jedoch Kinder gerade im ungezwungenen Spiel mit belanglosen Dingen ihren Verstand bilden – daran ist nicht zu zweifeln.