Zwei Prozent Einsparungen verlangte der Stadtrat von Schlieren ZH von der Schulpflege. Auch der Hinweis, selbst Entwicklungsländer sparten nicht an der Schule, erweichte ihn nicht. Die Schulpflege wollte aber die Qualität des Unterrichts garantieren, keine Kündigungen vornehmen und auch keine Reglemente ändern. Gefährdet waren schliesslich die Sportlager, die Ferienschwimmkurse sowie das Sommer- und das Herbstlager.

Also orientierte die Schulpflege die Eltern, worauf der Stadtrat behauptete, die Schule sei vorgeprellt – entschieden sei ja noch nichts. Die Rechnung der Schulpflege ging trotzdem auf: Der Grosse Gemeinderat bewilligte zumindest die Lager. Für die Oberstufe kam die frohe Botschaft zu spät: Für sie konnte kurzfristig keine Lagerunterkunft mehr gemietet werden. Gestrichen bleiben auch die Ferienschwimmkurse.

Damit die knapp gehaltene Schule in Schlieren zu etwas Barem kommt, geht sie jetzt selber auf Geldsuche. «Schulsponsoring ist heute im Kanton Zürich kein Tabu mehr», heisst es beim Schulsekretariat. In der Tat: Wenn Schlieremer Einwohner ihre Filme der Fototeam AG in Buchrain LU zur Verarbeitung geben, gehen für eingesparte Werbekosten 20 Prozent der Auftragssumme an die Schlieremer Schule. Die Verantwortlichen rechnen mit «einigen hundert Franken». Davon sollen die Schüler direkt profitieren, beispielsweise an Projekttagen. Der Beobachter wüsste auch schon ein Kursthema: Fotografieren.

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