Pädagogen könnten ihren Schülerinnen und Schülern das Leben einiges leichter machen - dann nämlich, wenn sie bei der Wahl ihres Schreibstiftes auf Rot verzichten würden. Zu diesem Schluss kommt der US-amerikanische Psychologe Andrew Elliot von der University of Rochester. Wie die Zeitschrift «Psychologie heute» berichtet, hat er rund 280 amerikanischen und deutschen Schülern und Studentinnen eine Reihe von Buchstabenrätseln vorgelegt. Der Clou dabei: Auf jedem Testbogen war die persönliche Teilnehmernummer vermerkt, entweder in Rot, Schwarz oder Grün. Um sicherzustellen, dass die Schüler diese Nummer auch wirklich ansahen, sollten sie sie überprüfen.

Das Ergebnis der Untersuchung: Die Schüler erzielten bei jenen Tests, bei denen ihre Nummer in Rot auf den Bögen stand, schlechtere Leistungen als bei Grün und Schwarz. Die Farbe Rot habe offenbar bei den Testpersonen Angst ausgelöst und sie von der eigentlichen Aufgabe abgelenkt, folgert der Wissenschaftler Elliot aus dieser Untersuchung. Er glaubt zu wissen, weshalb die Schüler derart reagierten: Durch ihre langjährige Erfahrung mit Prüfungskorrekturen - in Rot - seien sie vermutlich vorbelastet.

Anzeige