Die kleine Oberbaselbieter Gemeinde Zunzgen schaffte eine kleine Sensation und gewann Bundesrätin Micheline Calmy-Rey als 1.-August-Rednerin. Doch statt sich über den höchsten Besuch in der Dorfgeschichte zu freuen, probten die Einwohner den grossen Aufstand und erzwangen eine Referendums-Abstimmung an der Urne, ob man sich den magistralen Besuch leisten will. Doch jetzt haben die Zunzger das Spiel mit der direkten Dörfli-Demokratie zu weit getrieben: Calmy-Rey sagt ihren Besuch ab.

Gegenüber dem Beobachter erklärt Pressesprecher Adrian Sollberger, dass Micheline Calmy-Rey zwar den direkten und ungezwungenen Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern sehr schätze, weshalb sie sich über die Einladung von Zunzgen gefreut habe. «Sie will jedoch vermeiden, dass der Bevölkerung und den Behörden durch ihre Teilnahme allfällige Schwierigkeiten entstehen. Eine Bundesfeier solle ein Anlass der Freude sein. Aus diesem Grund sieht sie nun von der Teilnahme ab.»

Wie es dazu kommen konnte, lesen Sie in der nächsten Ausgabe des Beobachters.