Anfang Januar 2004 stürzte eine Boeing 737 der Fluggesellschaft Flash Airlines bei Sharm el-Sheikh ins Meer. 148 Menschen starben. Kurz darauf gab die Schweizer Flugbehörde Bazl bekannt, dass die Maschine auf einer schwarzen Liste stand und in der Schweiz Landeverbot hatte. Die vollständige Liste der Schrottflieger wollte das Bazl, trotz grossem Interesse der Flugreisenden und öffentlichem Druck, nicht herausgeben.

Der Bundesrat stützt nun das Nein der Behörde. Die in der Liste enthaltenen «technischen Daten sind für den Laien nur schwer verständlich», begründet die Regierung ihren Entscheid. Es handle sich um «Momentaufnahmen, die weder einen Rückschluss auf die gesamte Flotte noch auf den langfristigen Zustand eines Flugzeugs zulassen».

Das Bazl, so erklärt der Bundesrat weiter, habe ausserdem alle Airlines kontaktiert, deren Flugzeuge auf der Liste aufgeführt waren. Resultat: «Bei fast allen» seien die Probleme nun behoben. Einige Flugzeuge seien inzwischen ausser Betrieb gesetzt oder verkauft worden. Verkauft? Hoffentlich an den Schrotthändler und nicht an eine Billigairline.

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