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AKW MühlebergBeobachter erstreitet Bericht

Das Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI erteilt dem Reaktordruckbehälter des AKWs Mühleberg eine Unbedenklichkeitserklärung. Den zugrundeliegenden Bericht rückte es nach langem Hin und Her nun heraus.

Das AKW Mühleberg war überprüft worden, weil im belgischen AKW Doel-3, dessen Druckbehälter vom selben Hersteller stammt, Risse aufgetreten waren.
von aktualisiert am 28. Oktober 2014

«ENSI bestätigt guten Zustand des Reaktordruckbehälters des Kernkraftwerks Mühleberg»: So betitelte das eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) Ende August 2012 einen Text über Ultraschallmessungen in Mühleberg. Diese war durchgeführt worden, weil im belgischen AKW Doel-3, dessen Druckbehälter vom selben Hersteller stammt wie derjenige in Mühleberg, Risse aufgetreten waren. Den Prüfbericht, auf den es sein Urteil stützte, wollte das ENSI jedoch wegen angeblichen «Geschäftsgeheimnissen» nicht herausrücken. Der Beobachter gelangte deshalb an den Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDOEB), der für die Herausgabe votierte.

«Das ENSI verfügt nicht über den Bericht.»

Die achtseitige Empfehlung des EDOEB ist brisant: Sie zeigt, dass die Atomaufsichtsbehörde ihr positives Urteil abgab, ohne dass der detaillierte Prüfbericht in ihrem Besitz ist. Fachleute des ENSI hätten «Einsicht in den Prüfbericht» gehabt, präzisiert ENSI-Sprecher Sebastian Hueber: «Das ENSI verfügt jedoch nicht über den Bericht.» Der SVTI habe dem ENSI jedoch bestätigt, «dass im untersuchten Grundmaterial der zylindrischen Mantelringe des Reaktordruckbehälters in Mühleberg keine relevanten Anzeigen festgestellt wurden.»

Aktuell: Beobachter erstreitet Bericht

Nach langem Hin und Her hat das ENSI dem Beobachter nun den Bericht über Materialprüfungen am Reaktordruckbehälter des Atomkraftwerks Mühleberg ausgehändigt. Der Beobachter musste vor Bundesverwaltungsgericht gehen, bevor das ENSI den Bericht herausrückte. Kurz nach Einleitung des Verfahrens schickte das ENSI das Dokument der Redaktion zu. Der Beobachter wird den technisch komplexen Bericht nun von Fachleuten analysieren lassen.

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1 Kommentar

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beat aegler
gemäss experten kann gar nicht der gesamte reaktordruckbehälter geprüft werden, da es partiell unzugängliche flächen gibt (seit 43 jahren einbetoniert!). das russisch roulette geht weiter. es sei denn, das volk des kt.bern setzt dem jahrelangen trauerspiel am 18. mai 14 (mühleberg vom netz - ja!) an der urne ein definitives ende. mühleberg gehört zu den 10 ältesten akws der welt. alle "akw-entwicklungsländer" mit imbegriffen! die bkw verschleppt die verlangten updates und produziert auf kosten unserer sicherheit neuerdings auch noch viel zu teuren atomstrom. die zentralistische diktatur weniger ch-monopol-stromkonzerne muss abgelöst werden. es lebe die de-zentral demokratische energieprodutktion ganz vieler kleiner privat-produzentInnen!

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