Es tut sich etwas an der Bürenstrasse 26 in Biel. Aufgeschreckt durch die Recherchen des Beobachters entsorgten die Behörden Ende Mai aus der ehemaligen Galvanikfabrik Jean Jungen SA zahlreiche Chemikalienreste, unter anderem ein Fass Azeton . Die Stoffe waren bei der ersten Räumung vor fünf Jahren übersehen worden. Seither diente die teilweise kontaminierte Fabrik Kindern und Jugendlichen als Spielplatz.

Nach einer Petition, die eine Anwohnerin gemeinsam mit Greenpeace durchführte und die 1000 Unterschriften brachte, wurde nun das Gelände der konkursiten Firma besser abgeriegelt. Ein 2,5 Meter hoher Zaun soll verhindern, dass Unberechtigte ins Gebäude eindringen können. «Ohne Leiter kommt da niemand mehr rein», versichert der Bieler Polizeikommandant André Glauser.

Wie es mit der Liegenschaft weitergeht, ist offen: Noch ist unklar, wer für einen allfälligen Abbruch und eine Sanierung des Bodens verantwortlich ist.