Der Beobachter machte den Filz zwischen Swissmedic und Pharmaindustrie publik. Reinhold Hotz, Mitglied des Swissmedic-Institutsrats, sei zugleich Rechtsberater für die Pharmaindustrie und schreibe Gutachten, die gegen die Kontrollstelle verwendet würden.

Zudem hatte der Institutsrat eine Verordnung erlassen, die gegen den Willen des Parlaments billige Importe von Medikamenten verhinderte. Gestützt auf den Artikel fragte die grüne Berner Nationalrätin Franziska Teuscher den Bundesrat, ob Hotz noch tragbar sei und ob ein öffentliches Register der Interessenbindungen von Institutsräten eingerichtet werden müsse. CVP-Ständerat Hansruedi Stadler kündigte einen Besuch der Geschäftsprüfungskommission bei Swissmedic an, bei der auch die vom Beobachter aufgeworfenen Fragen thematisiert würden.

Die Folgen: Auf Ende Jahr tritt Hotz zurück. Der Institutsrat revidiert die Bestimmung, die den Import günstiger Medikamente verhindert, und arbeitet einen Verhaltenskodex aus, der Interessenkonflikte vermeiden soll.