Arbeitslos wird Aeppli im August 2005. Weil sein Arbeitgeber den Lohn von 8900 Franken monatlich unregelmässig und unvollständig bezahlt, kündigt der Wirtschaftsinformatiker fristlos. Knapp drei Monate ist er dann ohne Stelle. Die ALK berechnet Aepplis Lohn anhand der effektiven Zahlungen seines Arbeitgebers, nicht aufgrund des vertraglich fixierten Lohnes. Statt 8900 ergibt dies lediglich 6674 Franken im Monat.

Selbst nachdem Aepplis ehemalige Firma den ausstehenden Betrag von 34'000 Franken überwiesen hat, lenkt die ALK nicht ein. Obwohl Aeppli einen entsprechenden Lohnausweis vorlegen kann und einen Monatslohn von 8900 Franken versteuert. Sämtliche Einsprachen nützen nichts. Erst Aepplis Rechtsschutzversicherung beendet den Hickhack: Ende 2006 gleicht die ALK ihm die 2000 Franken Differenz aus.

Doch damit ist der Fall nicht erledigt: Im Mai 2007 teilt die ALK Aeppli mit, er schulde ihr wegen «massiv veränderter Tatsachen» Fr. 828.45. Die ALK geht plötzlich von 4'900 Franken Einkommen aus; errechnet aus den nachträglich überwiesenen Ausständen von 34'000 Franken. Aeppli hat erneut Beschwerde eingereicht: «Diese Willkür lasse ich mir nicht gefallen.» Es gehe ihm nicht ums Geld, sondern ums Prinzip. Kassenleiter Andreas Baumann kommentiert den Fall aus Datenschutzgründen nicht.

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