Thomas Bischofberger legte sich in seinem ersten WK tüchtig ins Zeug. Er absolvierte ihn bei der Flugplatz-Stabskompanie 11 in Buochs. Eingeteilt war er aber bei der Flugplatz-Stabskompanie 3 mit Standort Turtmann im Wallis. Bischofberger schrieb ein Gesuch, um definitiv zur Stabskompanie 11 umgeteilt zu werden. Dort war er willkommen. Der Soldat argumentierte pflichtbewusst: Im Ernstfall wäre er, der Ostaargauer, bedeutend schneller in Buochs als in Turtmann. Der Kommandant unterstützte das Gesuch des Wehrmanns.

Der Generalstabschef der Armee, Korpskommandant Hans-Ulrich Scherrer, sah immerhin «Sachurteilsvoraussetzungen», um auf das Gesuch einzugehen. Jedoch habe der Wehrmann keinen Anspruch auf Umteilung in eine von ihm gewünschte Formation auch wenn er deren WK-Standort bequemer erreiche. Die Ausführungen des Drei-Sterne-Generals füllten satte vier Seiten.

Bischofberger verfasste daraufhin eine Dienstbeschwerde ans Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Er rügte einige Unstimmigkeiten im Verfahren und wollte ferner wissen, was «Sachurteilsvoraussetzungen» seien.

Fast drei Jahre nach dem ersten Gesuch lehnte auch Bundesrat Samuel Schmid Bischofbergers Umteilung ab. Drei Monate zuvor hatte dieser den zweiten WK absolviert, diesmal in Turtmann. Er endete mit einer fröhlichen Fete, denn danach wurden die Stabskompanien 3 und 11 aufgehoben Schmid hatte die Umteilung von einer aufgehobenen Einheit zu einer andern aufgehobenen Einheit untersagt. Und Bischofberger weiss nach wie vor nicht, was «Sachurteilsvoraussetzungen» sind.

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