«Was, Sie wollen die Arbeit unseres Gerichts prüfen? Eine Frechheit!» So tönte es aus manchem der 51 getesteten Bezirks-, Kreis- oder Obergerichte der Schweiz. Wo Gott hockt, das wissen ganz allein die Richter – glauben zumindest ein paar Richter. Die beiden Beobachter-Journalisten Rahel Stauber und Urs Rauber gaben sich damit nicht zufrieden. Sie befragten schriftlich 6500 Anwältinnen und Anwälte über deren Erfahrungen. Zusammen mit dem Institut Link werteten sie die Ergebnisse aus. So entstand das wohl grösste Schweizer Gerichtsrating.

Der Test beeindruckte auch den Schweizerischen Anwaltsverband. Er vergibt zum achten Mal seinen Medienpreis, und für Rahel Stauber und Urs Rauber gab es dieses Jahr einen Anerkennungspreis – «für ihre überaus aufwändige Qualitätsumfrage». Ein bisschen freuen darf sich auch die «NZZ am Sonntag»: Rauber arbeitet mittlerweile dort. Ein weiterer Anerkennungspreis ging an Benedikt Loderer, den Hauptpreis erhielt Thomas Schenk für einen Artikel über Mediation. Wir gratulieren.