Das Fahrausweisprojekt Easy Ride hat eine wichtige Hürde genommen. «Jetzt können wir auch den öffentlichen Verkehr in den Städten ins Gesamtprojekt integrieren», sagt Projektleiter Nicolas Balmer.

Das schien lange nicht sicher. Denn der geplante elektronische Fahrausweis von SBB, Privatbahnen und Postauto eignet sich vor allem für den Regional- und Fernverkehr. Das automatische Registrieren der Ein- und Aussteiger ist im Tram- und Busverkehr schwieriger: Das Gedränge ist grösser, und die Wegstrecken sind kürzer. Doch «die Probleme sind technisch lösbar», erklärt Nicolas Balmer.

Damit steht dem digitalen Bahnbillett nichts mehr im Weg. Ab 2005 tragen die Kunden des öffentlichen Verkehrs einen Chip auf sich, der in das Natel oder die Kreditkarte eingebaut werden kann. Betritt oder verlässt die Person einen Zug, einen Bus, eine Seilbahn oder ein Schiff, werden Ein- und Ausstiegsort gespeichert und an einen zentralen Computer übermittelt. Ende Monat kommt die Rechnung.

Bevor die rund 11'000 Fahrzeuge von rund 350 Verkehrsbetrieben umgerüstet werden, sollen noch diesen Herbst Pilotprojekte in Basel und Genf «die technische Machbarkeit» beweisen.