Wie die «Handelszeitung» in ihrer neusten Ausgabe schreibt, drohen dem Bund bei der Verrechnungssteuer Einbussen von bis zu drei Milliarden Franken. Grund dafür ist, dass die Verrechnungssteuer bei Steuertransparenz zumindest teilweise obsolet würde. Ob der Bund diese Einbussen mittels Mehreinnahmen kompensieren kann, die aus der Offenlegung bisher unversteuerter Vermögen resultieren, ist höchst ungewiss.

Vermehrte Selbstanzeigen

«Wir gehen davon aus, dass die internationalen Tendenzen zur Steuertransparenz und die Angst vor der Aufhebung des Bankgeheimnisses viele Steuerpflichtige bereits dazu bewogen haben, eine straflose Selbstanzeige vorzunehmen», sagt Jakob Rütsche, Präsident der Schweizerischen Steuerkonferenz. Optimistischer fällt die Schätzung der Eidgenössischen Steuerverwaltung aus: «Bei einer zweckmässigen Ausgestaltung dürften die Chancen intakt sein, dass per Saldo zumindest keine Mindereinnahmen resultieren.»

Die neue «Handelszeitung» gibts ab heute am Kiosk.