Um mit dem Natel D im Ausland störungsfrei telefonieren zu können, entschloss sich Heinrich Messmer für eine teure Swisscom-Lösung. Doch dem Inhaber einer Beratungsfirma nützte das Natel International herzlich wenig: Die Verbindung funktionierte weder in Deutschland noch in Griechenland – und schon gar nicht in Nordafrika.

Natelbenützer wissen um Funklöcher in der Schweiz und wundern sich deshalb nicht, wenn solcherlei Unbill auch im Ausland auftritt. «Möglicherweise liegen meine Probleme bei internationalen Verbindungen am Natel», sagte sich Heinrich Messmer und kaufte sich kurzerhand ein neues.

Als er aber selbst in Südfrankreich bloss wieder ein Rauschen hörte, kontaktierte er die Swisscom. Diese bestätigte dem Kunden, dass er zwar seit zwei Jahren die Gebühren für Natel International bezahle, aber nicht international aufgeschaltet sei. Die zu viel bezahlten Gebühren könnten ihm jedoch nicht zurückerstattet werden. Er habe die Monatsrechnungen ja vorbehaltlos bezahlt.

Konsterniert machte sich Messmer beim Beobachter-Beratungszentrum kundig und schrieb der Swisscom kurz und bündig: «Eine Rechnung, an deren Richtigkeit zu zweifeln kein Anlass besteht, kann nicht genehmigt werden. Für eine Dienstleistung, die nie bestand, kassierte die Swisscom 720 Franken. Rechtlich gesprochen ist das eine ungerechtfertigte Bereicherung.»

Und siehe da: Die Swisscom zahlte das Geld zurück – und Messmer ist endlich auf Empfang.