Mit 51 hatte Max Urech zum zweiten Mal kurz hintereinander den Job verloren und keine Aussichten auf eine neue Stelle als Disponent. Aufgeben und untätig herumsitzen wollte er deswegen nicht, sondern «möglichst schnell wieder arbeiten».

Seine Idee: ein Notfallservice für verstopfte Abläufe. Urech gründete eine Firma und liess sich in einem 50-Prozent-Pensum als Disponent und Allrounder anstellen. Seinen Monatsverdienst rechnete ihm die Arbeitslosenversicherung als Zwischenverdienst an, denn Urech war nach wie vor auf der Suche nach einer Vollzeitstelle.

Diese ideale Situation änderte sich allerdings schlagartig, als Urech aufgrund der guten Auftragslage den Halbtagsjob auf 70 Prozent aufstocken konnte. Dadurch wurde ihm aber die Teilnahme an einem Beschäftigungsprogramm verweigert, womit das Arbeitsvermittlungszentrum an Urechs Vermittelbarkeit zweifelte – und die Zahlungen des Arbeitslosengeldes einstellte. Urech wurde so für seine Eigeninitiative bestraft.

Nun wandte er sich an den Beobachter. Der riet ihm, beim Versicherungsgericht Einsprache zu erheben. Mit Erfolg: Das Gericht erkannte seine volle Vermittlungsfähigkeit; er erhält rückwirkend sein Arbeitslosengeld ausbezahlt. Inzwischen läuft seine Firma so gut, dass er davon seine Familie ernähren kann.

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