Mitten in einem ruhigen Wohnquartier entsteht ein mehrere Meter hoher Kletterpark. Ferner gibt es Schaukeln, Rutschen und Hüpfbretter sowie einen Schaukelsteg samt Netzbrücke auf einem aufgeschütteten Hügel. Die Bauarbeiten stehen knapp vor dem Abschluss.

Dabei hatte das kantonale Baudepartement Ende Mai der Gemeinde empfohlen, die Bauarbeiten «sofort einzustellen». Das Departement geht von Änderungen am Spielplatz aus, die ein nachträgliches Bewilligungsverfahren nötig machen. Man baute dennoch weiter.

Den Baustopp hatten Anrainer verlangt, die «noch etwas Privatsphäre behalten möchten», wie es Bruno Geeler stellvertretend formuliert. Man wolle den Spielplatz nicht verhindern, aber die Gemeinde halte sich nicht an Abmachungen. Sechs Grundstücksbesitzer hatten Einsprache erhoben, diese aber an einer Einigungsverhandlung zurückgezogen. Im damals abgesegneten Plan waren weder ein Kletterpark noch hohe Geländeaufschüttungen vorgesehen. In der Tat hat das ursprüngliche Projekt mit dem nun gebauten Spielplatz wenig gemein.

«Wir werden als Bürger nicht ernst genommen», ärgert sich Geeler. Gemeindepräsident Jakob Schegg lässt das nicht gelten. Er spricht von «geringfügigen Anpassungen».

Alle ausgeführten Arbeiten seien zudem «zonenkonform und bewilligungsfähig». Man sei den Anrainern bereits weit entgegengekommen, mehr liege nicht mehr drin. Nun droht ein längeres juristisches Hickhack.