Beobachter: Wie ist der Stand der Wiederaufbauarbeiten?
Don Dodë: Am 15. September begannen wir mit der Planung. Zuerst haben wir ein Büro eingerichtet und Leute rekrutiert. Dann wurden die Häuser besichtigt, ausgemessen und der Bedarf aufgenommen. Anfang Oktober haben wir mit dem Bau begonnen.

Beobachter: Was kostet die Reparatur eines Hauses?
Don Dodë: Wir rechnen mit durchschnittlich 14000 DM pro Haus. Jedes Haus ist in eine Schadenskategorie von 1 (wenig beschädigt) bis 5 (ganz zerstört) eingeteilt. Wir reparieren Dach, Haustür und die Fenster sowie einen Raum pro Familie zum Uberwintern. Dabei berechnen wir 20 Quadratmeter für die erste Person und fünf Quadratmeter für jede weitere Person. Dazu kommen Toilette und Küche sowie Wasser- und Stromleitungen. Normalerweise schauen wir, dass das Erdgeschoss ausgebaut wird. Wenn die Leute mehr wünschen, dann sagen wir ihnen: «Das musst du selbst finanzieren.»

Beobachter: Wie viele Mitarbeiter haben Sie?
Don Dodë: Wir sind acht Personen: ein Projektkoordinator, ein Hauptingenieur, eine Architektin, ein Bautechniker, ein Fahrer, eine Sekretärin, ein Wächter und ich. Aber ich muss am Sonntag immer wieder zur Messe in Albanien sein. Unsere lokalen Partner sind Kolping-Familien im Kosovo. Die Hälfte unserer Mitarbeiter sind Kosovaren aus Peja.

Beobachter: Wie lange dauert es, bis ein Haus wintersicher ist?
Don Dodë: Wenn das Material hier ist, sind wir in drei Monaten fertig. Meist bauen die Bewohner das Haus selber, wir liefern das Material. Grosse Familien haben genügend eigene Arbeitskräfte. Nur bei älteren Leuten, Witwen oder Behinderten bezahlen wir Löhne für Arbeitskräfte.

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Beobachter: Welche Leute kommen in den Genuss dieser Unterstützung?
Don Dodë: Hier in der Stadt Peja unterstützten wir 17 katholische und 23 moslemische Familien. Ähnlich ist die Zusammensetzung bei den 40 Häusern im Dorf Gllogjan. Dort haben wir auch das Haus für den Hodscha, den moslemischen Priester, gebaut. Wir haben vorgängig eine Liste vom Pfarrer erhalten, der die lokalen Verhältnisse kennt. Natürlich haben wir auch darauf geschaut, ob die Leute nicht schon von anderen Hilfswerken unterstützt werden.

Beobachter: Das in der Schweiz gespendete Geld kommt also wirklich den Bedürftigen zugute?
Don Dodë: Alle Spenden, die Sie aus der Schweiz geschickt haben, werden hier eingesetzt. Dafür garantiere ich.