Der Anfang war harzig für Michel Bützberger. «Die Expo.02 sagte mir nichts», erinnert sich der gelernte Elektriker. «Ich war eigentlich nur dafür, weil es Arbeit gab.»

Bützberger war zusammen mit seinen Arbeitskollegen verantwortlich für die Installation von Sicherheitsanlagen. Seine Equipe brachte auf der Arteplage Biel Überwachungskameras und Notfallmelder an. Rund 70 Kilometer Kabel mussten dazu verlegt werden. «In den ersten Wochen auf der Baustelle hatten wir deswegen ein riesiges Durcheinander. Die Röhren für die Kabel waren schlecht, Schächte fehlten, und niemand konnte einem sagen, wo jetzt genau welche Kamera stehen soll.» Noch Anfang März dieses Jahres zweifelte der 28-Jährige, dass die Arteplage bis zum Eröffnungstag bereit sein würde. «Aber dann sprach am 6. März der Nationalrat den Zusatzkredit. Das war ein Mittwoch. Und am Donnerstag kam plötzlich auf der ganzen Baustelle Schwung auf.» Immer mehr sah man auch, was man geleistet hatte: Die Kameras, bei denen Bützberger erstmals mit Glasfaserkabeln arbeitete, konnten in Betrieb genommen werden; die Notfallmelder funktionierten.

«Ich habe gern hier gearbeitet», bilanziert Bützberger. Schlechte Stimmung gabs nur wegen des Sicherheitsdienstes, der die Kontrollen für Bützbergers Geschmack etwas gar genau nahm: «Plötzlich brauchte man zum persönlichen Badge noch eine Bewilligung für das Auto. Und schliesslich durfte überhaupt kein Auto mehr auf die Arteplage fahren, selbst wenn man kiloweise Material dabeihatte. Das war ein Riesenpuff.»

Und trotzdem: Bützberger ist «schon ein wenig stolz», an der Expo mitgearbeitet zu haben. Dank dem Saisonpass, den ihm sein Arbeitgeber geschenkt hat, will er sie sich auch ansehen. «Vielleicht trinke ich dann mein Feierabendbier mit Kollegen auf der Arteplage statt in der Stadt.»

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