Auf den ersten Blick wähnt sich der Besucher in einem Baumarkt. Viel nützliches Gerät für Haus und Hof. Erst auf den zweiten Blick fällt der vorherrschende militärgrüne Farbton auf. Roman Schelbert ist Verantwortlicher des Armee-Liquidations-Shops in Seewen. Weitere Shops stehen in Thun, Liestal, St. Gallen, Chur, Morges und Bellinzona.

Der Umsatz dieser Läden beträgt acht Millionen Franken pro Jahr. «Unsere Kundschaft», sagt Schelbert, «ist ein Querschnitt der Schweizer Bevölkerung. Wir haben unter den täglich über 100 Kunden alles, vom Landwirt und Handwerker bis zum Arzt und Rechtsanwalt.»

Die ausgedienten Artikel sind begehrt, weil sie nicht nur billig, sondern auch gut sind. «Sehr beliebt ist Werkzeug (10 Franken), aber auch Militärmäntel (10 Franken) und Rucksäcke (20 Franken) laufen gut. Bei den Marschschuhen (40 Franken) und den Pullovern (10 Franken) haben wir überhaupt keine Absatzprobleme.» Vieles, was in den Verkauf kommt, ist fast neu. «Das tut schon weh, dass Material liquidiert wird, das man noch im Dienst einsetzen könnte», sagt der 54-jährige Schelbert.

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