Der Abgang erfolgte mit viel Getöse und gegenseitigen Vorwürfen der «Sonntagsblick» sprach von einem «Tollhaus»: Im Juli musste der Leiter der Geldwäscherei-Kontrollstelle, Niklaus Huber, sein Büro räumen. Eine von Bundesrat Kaspar Villiger angeordnete Administrativuntersuchung empfiehlt jetzt Straf- und Disziplinarverfahren gegen verschiedene Personen.

Die dem Finanzdepartement unterstehende Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei wirkt als eine Art Gewerbepolizei in der Finanzbranche: Sie prüft, ob alle dem Geldwäschereigesetz unterstehenden Finanzintermediäre sich entweder einer so genannten Selbstregulierungsorganisation (SRO) angeschlossen haben oder direkt bei der Kontrollstelle um eine Bewilligung nachgesucht haben. Die Kontrollstelle beaufsichtigt zudem die von ihr anerkannten SRO.

Die Meldestelle für Geldwäscherei wiederum ist dem Justiz- und Polizeidepartement unterstellt. Sie bearbeitet die aus der Finanzbranche eingehenden Verdachtsmeldungen und leitet sie, falls nötig, an die Strafverfolgungsbehörden weiter. Die Meldestelle erfüllt somit eine wichtige Frontaufgabe im Kampf gegen die Geldwäscherei.

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