Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement hat letztes Jahr einen «Bericht zur rechtlichen Situation gleichgeschlechtlicher Paare» vorgelegt und darin vier mögliche Varianten zur Verbesserung der Rechtslage homosexueller Paare aufgezeigt:

Variante 1:

Punktuelle gesetzgeberische Interventionen: Anpassung einzelner Gesetze, zum Beispiel im Erbrecht, Ausländerrecht und Sozialversicherungsrecht.

Variante 2:

Obligationenrechtlicher Partnerschaftsvertrag mit Aussenwirkung: Inhalt des Vertrags wäre die Organisation des gemeinsamen Lebens, die Begründung einer gegenseitigen Beistands- und Unterhaltspflicht.

Variante 3:

Registrierte Partnerschaft: Homosexuelle Paare lassen ihre Partnerschaft bei einer staatlichen Stelle registrieren und erlangen so einen vom Staat anerkannten rechtlichen Status. Dieses Modell wird bereits heute in einigen europäischen Ländern praktiziert.

Variante 4:

Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare die wohl einfachste, aber auch radikalste Lösung. Der Gesetzgeber könnte sich darauf beschränken, das bestehende Familienrecht sprachlich so anzupassen, dass die Vorschriften auf heterosexuelle und homosexuelle Paare gleichermassen anwendbar sind.

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