Der Beinahe-Kubus mit einem quadratischen Grundriss (210x210 Zentimeter) und einer Höhe von 240 Zentimetern heisst «Smoking Point Kuba» oder «Pergola Kuba». Ein Doppelname, der den Englischkundigen zum Rauchen einlädt und den Lateiner zum Verweilen im Schatten. In einer Medienmitteilung heisst es, der Kuba sei «geboren aus der Rücksichtnahme gegenüber Nichtrauchern sowie der Notwendigkeit, die Raucherzone nach draussen zu verlegen». Kuba stand einst für Fidel Castro, Che Guevara, Sozialismus oder Tod - also Schnee von gestern. Damit verkauft man dem Raucher keine Pergola. Heute lässt Kuba an Ferien, Wärme und Lebensfreude denken - schon eher Verkaufsargumente. Dazu kommt noch das Kuba des Genusses mit Zuckerrohr, Rum und Zigarren.

Damit ist das Fumoir Ort nicht fleischlicher Lüste; Letztere verbieten sich, weil der «neue gesellschaftliche Treffpunkt» von zwei Seiten einsehbar ist. In der Standardausführung verfügt er nur auf zwei Seiten über Rouleaus. Zum Zigarrenrauchen im warmen Kuba ist der Kuba somit äusserst geeignet. Nur braucht man dort auch keinen, weil der blaue Dunst zur Alltagskultur gehört; Kubaner paffen, wo es ihnen beliebt. In Italien und im Tessin gibt es hingegen Rauchverbote, die über kurz oder lang auf den Rest der Schweiz überschwappen werden. Der Kuba als letztes Refugium wird dann für Raucher zur baren Notwendigkeit.

Atemberaubende VerhältnisseOder eben doch nicht. Denn trotz der Klimaerwärmung pflegen sich die Temperaturen nördlich der Alpen im Winter dem Gefrierpunkt zu nähern. Bettina Cohen von der Vertriebsfirma Patio Trading GmbH beteuert zwar, es könne ein Strahler im 2'650 Franken teuren Kuba montiert werden, der den Aufenthalt gemütlich werden lasse. Zudem hätte Patio Trading eine Schweizer Firma gefunden, die auch die beiden andern Seiten dicht mache.

Beruhigend. Das würde aber nicht nur den Preis auf rund 5'000 Franken erhöhen, sondern verbände den Aufenthalt im geschlossenen Kuba mit Unannehmlichkeiten. Die Vorstellung, dass dort sechs Personen ihre Havannas rauchen, wirkt atemberaubend. Selbst der überzeugte Genussraucher müsste dann einsehen, dass Rauchen dem Wohlbefinden abträglich ist. Er wird dem blauen Dunst in einer feierlichen Stunde abschwören. Womit auch der Kuba überflüssig wird.

Quelle: Patio Trading
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