Auch in der Schweiz könn­ten Gemeinden mit dieser Idee sehr viel Geld ­sparen: Die Wartungskosten der WC-Anlagen stei­gen stetig. Die Stadt Zürich etwa wendet allein wegen Vandalismusschäden jähr­lich fast eine Million Franken auf. Hinzu kommen normale Reinigungskosten von noch einer Million.

Die Stadt ­Aa­len, wo «Nette Toilette» 2001 entwickelt wurde, spart mit diesem Konzept jährlich 40 Prozent Kosten. In Zürich, Bern und Basel hat man noch nie von diesem Konzept gehört, wie die Nachfrage des Beobachters zeigt. Um zu sparen, machen die Städte ihre ­Anlagen kostenpflichtig – oder bauen sie einfach ab. «Für alte und kranke Menschen ist das unzumutbar», sagt Bruno Raffa, Präsident der SMCCV, der Vereinigung für Men­schen mit Darmerkrankung. Er will sich dafür einsetzen, dass ein Konzept wie «Net­te Toi­lette» auch in der Schweiz Fuss fassen kann.

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