Diese Erfahrung machte Beobachter-Leser Fritz Arnet beim Kauf einer Schokolade von Lindt & Sprüngli. «Zu meinem grossen Erstaunen wurde sie in Deutschland produziert.» Schoggi-Liebhaber Arnet fühlt sich getäuscht.

Zu Unrecht, denn solange nicht «Swiss made» auf der Verpackung steht, geht alles mit rechten Dingen zu. Nur bei «Swiss made» gilt, dass die Schokolade vollständig in der Schweiz hergestellt sein muss.

Weniger streng ist die Regelung bei den Uhren. Sie gelten auch dann als Schweizer Uhren, wenn ihre Einzelteile mehrheitlich ausländischen Ursprungs sind. Ein Uhrengehäuse etwa gilt dann als schweizerisch, wenn ein wesentlicher Fabrikationsvorgang wie das Ausstanzen, das Drehen oder das Polieren hierzulande ausgeführt wird. Zudem muss das Gehäuse in der Schweiz zusammengesetzt und kontrolliert werden. Ausserdem gilt: Mindestens 50 Prozent der Wertschöpfung – ohne Material – haben in der Schweiz zu erfolgen. Diese 50-Prozent-Regel gilt bei den meisten Produkten als Messgrösse für den Aufdruck «Swiss made».