Seine neue Telefonnummer macht Horst Zellweger das Leben schwer. Erst konnten ihn seine Geschäftspartner nicht mehr erreichen jetzt hat er ungewollt eine neue Sekretärin.

Der Zürcher Geschäftsmann war davon ausgegangen, dass Anrufer auf seine alte Nummer automatisch auf den neuen Anschluss hingewiesen würden. Stattdessen wurden seine Kunden mit der Ansage «Diese Nummer ist nicht mehr in Betrieb» vertrieben. Zellweger intervenierte, und die Swisscom schaltete sofort ein Infoband ein.

Drei Monate später kam der nächste Schock: Ein Kunde sprach Zellweger auf seine «neue Sekretärin» an. Der Anrufer hatte die alte Nummer gewählt und plötzlich eine neue Nummerninhaberin am Draht gehabt. «Eine so rasche Vergabe von Nummern kann sich geschäftsschädigend auswirken», ärgert sich Zellweger. Doch mit seinem Protest biss er bei der Swisscom auf Granit. Bei der Weitergabe von Rufnummern müssten keine bestimmten Fristen eingehalten werden, so Swisscom-Sprecher Josef Huber. «Besonders im Bereich der Vorwahl 01 verfügen wir über nur wenige Nummern und geben diese rasch weiter.»

Für Zellweger und die Inhaberin seiner alten Nummer ist dies ein schwacher Trost: Sie müssen ihre unfreiwillige Zusammenarbeit wohl oder übel weiterführen.

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