Die Zürcher Gesundheitsdirektion hat Adnan Mizher aufgefordert, künftig auf die Bezeichnungen Arzt oder Dr. med. zu ­verzichten, wie Sprecher Urs Rüegg bestätigt. Andernfalls würden Patien­ten und Öffentlichkeit in die ­Irre geführt. Dem Leiter des auf Rückenbeschwerden spezialisierten Zentrums fehlen die für eine ärztliche Tätigkeit in der Schweiz erforderlichen Ausbildungen.

Mizher hat seine Werbung in Zürcher Bussen und Trams geändert und nennt sich neu «Dr.» ohne Angabe einer Fachrichtung. In Schreiben an die Zürcher Ärzteschaft und den Beobachter zeigt er sich dagegen unverbesserlich. «Ich darf mich als Dr. med. bezeichnen und in verschiede­nen ­Kantonen und Spitälern als Arzt ar­beiten», verkennt er seine Situa­tion.

Dem Beobachter legte er un­ter anderem einen Mitglieder­ausweis der Ärzteverbindung FMH aus dem Jahr 2008 vor. Der war ihm aber fälschlicherweise provisorisch erteilt und später aberkannt worden. Offenbar musste er das ­Ausweispapier nicht zurückgeben. Die FMH hat ihre Praxis aufgrund des Falls Mizher geändert und stellt keine provisori­schen Ausweise mehr aus

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