Ein Sonnentag, viel geschwitzt, wenig gegessen, dann ein erstes kühles Bier, ein zweites, ein drittes. Und schon kann der Alkoholgehalt im Blut über die 0,8-Promille-Grenze schwappen. Womit sich das Unfallrisiko für einen Autofahrer vervierfacht hat im Vergleich zum nüchternen Zustand; bei einem Promille ist es bereits siebenmal so hoch.

Wer jetzt den Zündschlüssel gegen Veloklammern tauscht, verdoppelt das Unfallrisiko abermals. Forscher der amerikanischen Johns Hopkins University School of Medicine haben die Daten von 124 schwer oder tödlich verletzten Radlern mit jenen von zufällig angehaltenen Velofahrern verglichen und Erschreckendes festgestellt: Bereits mit 0,3 Promille Blutalkohol ist das Unfallrisiko sechsmal höher – oberhalb der 0,8-Promille-Marke schnellt es gar auf das Zwanzigfache.

Velofahren verlangt grosse Geschicklichkeit und fordert den Gleichgewichtssinn. Unter Alkohol ist dieser stark beeinträchtigt. In gleichem Mass steigt die Neigung, sich zu überschätzen und zu schnell zu fahren. Kaum erstaunen mag, dass bloss fünf Prozent der Alkoholisierten einen Helm trugen – bei den Nüchternen war es immerhin ein Drittel. Zu betonen ist überdies: Alle analysierten Radler waren tagsüber unterwegs; die schlimmsten Unfälle von alkoholisierten Velofahrern ereignen sich aber nachts.

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Wem sein Leben lieb ist, geht also besser zu Fuss – oder berechnet zuerst die Folgen des möglichen Alkoholkonsums: