«Natürlich haben wir ein Jugo-Problem. Das kann man doch nicht immer beschönigen. Nach der schrecklichen Bluttat im Februar sagten mir viele Dorfbewohner: "Das können nur Jugos gewesen sein." Das zeigt mir, dass diese Volksgruppe für unsere Dorfbewohner ein Problem ist. Und wenn das die Leute hier so empfinden, dann ist es mir egal, welches die soziologischen Gründe für die Missstände sind.

Dieser Kulturkreis macht uns Schweizern Mühe. Mir nicht so stark, denn ich bin allein stehend. Aber wer Kinder hat, wird damit ständig konfrontiert. In der Schule drängen die Probleme am meisten an die Oberfläche. Die Schüler sind unter Druck – und zwar von jenen, die wissen, mit welchen Mitteln sie ans Ziel kommen. Vor kurzem habe ich erfahren, dass an unserer Oberstufe Schutzgelder erpresst werden – durch Ex-Jugoslawen. Das ist doch kein Zustand!

Schöne Worte helfen da nichts. Die übergeordneten Stellen beim Bund und in den Kantonen delegieren das Problem an die Gemeinden und sind dann entsetzt, wenn das Volk anders denkt als sie. Das ist eine Frechheit. Die Politiker müssen die Ängste des Volkes endlich ernst nehmen.

Von den Ex-Jugoslawen, die hier leben wollen, erwarte ich die absolute Akzeptanz unserer Gesellschaftsordnung. Ich will ihnen ja nicht ihre Kultur wegnehmen. Aber die Leute müssen sich den Schweizern anpassen – und nicht umgekehrt. Und sie müssen wissen: Bei uns liegt das Gewaltmonopol nicht beim Clanchef, sondern beim Staat.»

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