Wer Gesundheits-Websites auf eigene Faust beurteilen will, findet im Internet praktische Bewertungsassistenten. Mit diesen interaktiven Programmen lassen sich rasch und zuverlässig Einschätzungen vornehmen. Allerdings sind die Module in Englisch, und sie können nicht entscheiden, ob die medizinischen Infos auf einer Website tatsächlich korrekt sind. Denn sie beurteilen in erster Linie formale Aspekte. Anderseits: Sind alle formalen Aspekte erfüllt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch der Inhalt glaubwürdig ist.

Der einfachste Bewertungsassistent ist der Quick-Test, erarbeitet von der staatlichen Health Development Agency in Grossbritannien. Er ist sehr gut aufgebaut und bebildert, leicht verständlich und begleitet die selbstständige Bewertung einer Website Schritt für Schritt. Ausserdem wird ein Übungsquiz angeboten, mit dem die Beurteilung einer Website unterhaltsam-spielerisch erlernt werden kann. Dazu gehören eine virtuelle Lehrerin und ein virtueller Lehrer. Auch Fachleute dürften davon profitieren.

Das IQ-Tool ist ausführlicher und genauer als der Quick-Test, aber nicht bebildert. Das Programm, in den USA von der Health Summit Working Group entwickelt, besitzt eine ausführliche interaktive Checkliste, mit der man die gefundene Website Punkt für Punkt durchgehen und bewerten kann. Am Schluss spuckt das IQ-Tool eine Seitenbewertung aus.

Ein Testlauf mit einer Seite aus einem durchschnittlich guten Gesundheitsportal ergab: «Did not pass» durchgefallen. Die Ansprüche des IQ-Tools sind zu Recht hoch.

Links: