Ultraschall

Solche Untersuchungen während der Schwangerschaft sind

schon lange üblich. Der Ultraschall ist die einzige Methode,

mit der das ungeborene Kind direkt in der Gebärmutter

beobachtet werden kann. Damit wird festgestellt, ob das Kind

lebt und normal wächst, ob es Mehrlinge sind und wie

das Kind in der Gebärmutter liegt. Allerdings kann der

Ultraschall auch diverse Fehlbildungen des Kindes zeigen.

Zwei Ultraschalluntersuchungen werden durch die Krankenkasse

übernommen, weitere nur bei Risikoschwangeren.


Erst-Trimester-Test

Dieser Test wird schon im ersten Drittel der Schwangerschaft

durchgeführt. Er kombiniert eine Ultraschalluntersuchung

des Kindes mit einem Bluttest der Mutter und erlaubt, das

Risiko für eine Trisomie 21 des Kindes (auch Down-Syndrom

oder Mongolismus genannt) zu berechnen. Zusätzlich kann

er Hinweise auf weitere mögliche Behinderungen des Kindes

geben. Die Krankenkassen bezahlen ihn, obwohl er noch nicht

im Leistungskatalog der Grundversicherung aufgeführt

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ist.


AFP-Plus

Dieser reine Bluttest bringt erst im zweiten Schwangerschaftsdrittel

Resultate. Das Labor bestimmt die Menge dreier Substanzen

im Blut der werdenden Mutter. Unter Berücksichtigung

des Alters der Schwangeren kann dann das Risiko für ein

mongoloides Kind respektive für eines mit offenem Rücken

(Spina bifida) berechnet werden. Die Krankenkassen bezahlen

diese Blutanalyse.


Chorionzottenbiopsie und Amniozentese

Bei der Chorionzottenbiopsie wird mit der Nadel durch die mütterliche Bauchdecke oder durch den Gebärmutterhals ein kleines Stück Gewebe des Mutterkuchens entnommen. Bei der Amniozentese hingegen sticht der Arzt mit der Nadel durch die Bauchdecke der Mutter und nimmt eine Fruchtwasserprobe. Mit beiden Methoden kann man prüfen, ob die Chromosomen intakt sind. Das Risiko für eine Fehlgeburt liegt bei beiden Tests bei einem Prozent. Bei Frauen ab 35 Jahren übernehmen die Krankenkassen die Kosten.

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