Weltnaturerbe Aletsch

Die Region Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn wurde 2001 in die prestigeträchtige Liste des Welterbes der Unesco aufgenommen. Die einzigartige Hochgebirgslandschaft um den Aletschgletscher wird somit im gleichen Atemzug wie der Grand Canyon oder die Galapagos-Inseln genannt.

Als Ausgangsstation zur Erkundung dieses Weltnaturerbes bietet sich das Zentrum Aletsch auf der Riederalp an. In der stattlichen, über 100-jährigen Villa Cassel hat Pro Natura ein Ferien- und Naturschutzzentrum eingerichtet. Diese Villa, ursprünglich die Sommerresidenz eines Londoner Bankiers, ist ein Bildungs- und Kurszentrum, aber auch ein Ferienort und Ausgangspunkt von geführten Exkursionen in die einmaligen Gefilde der Aletschregion. Im Sommer findet bei der Villa Cassel zudem das höchstgelegene Kino-Openair der Schweiz statt.

«Klein und fein» in Graubünden

Für Stefan Forster, Geschäftsleiter des Alpenbüros Zürich, ist die Initiative «Klein und fein» von Graubünden Ferien ein vorbildliches Beispiel für nachhaltigen, sanften Tourismus. Die Initiative vernetzt 15 kleine Orte zu einem Marketing- und Kommunikationsverbund. Die Orte von Bivio bis Vals legen grossen Wert auf Authentizität der Entwicklung zum gesichts- und geschichtslosen Ferienort soll von vornherein vorgebeugt werden. Konkret heisst das, dass das Verhältnis zwischen Einheimischen und übernachtenden Feriengästen maximal 1:1 betragen soll. Die einheimische Bevölkerung soll möglichst in die Tourismusprozesse integriert werden.

Die Initiative «Klein und fein» wurde im vergangenen Jahr bei der Verleihung des Milestone-Tourismuspreises mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Biosphärenreservat Entlebuch

Seit rund einem Jahr trägt das Entlebuch stolz das Unesco-Zertifikat Biosphärenreservat. In den acht betroffenen Gemeinden hofft man, dass dieses Label bei der Vermarktung der heimischen Produkte und des Tourismus hilft. Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass diese Rechnung aufgehen könnte.

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Dabei waren die Entlebucher ursprünglich keine sonderlich schutzfreudigen Menschen. 1987 sagten die Schweizer Stimmbürger überraschend Ja zur Rothenturm-Initiative: Sämtliche Moorlandschaften der Schweiz wurden unter Schutz gestellt darunter auch rund ein Drittel des Entlebuchs. Dank der Initiative der Gemeinde Flühli ging das Entlebuch konsequent weiter: Nach anfänglicher Skepsis kam Aufbruchstimmung auf, und im Jahr 2000 stimmten die Gemeindeversammlungen der acht betroffenen Gemeinden der Schaffung des Biosphärenreservats zu.