Die Frage ist nicht ironisch gemeint. Der Mensch verbringt rund ein Drittel seines Lebens schlafend. In 75 Lebensjahren sind das volle 25 Jahre, die wir schlummernd an uns vorüberziehen lassen. Ein erholsamer Schlaf ist Quelle für Gesundheit, Energie und Lebenskraft. Durch Schlafmangel wird das seelische und körperliche Gleichgewicht empfindlich gestört. Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung nehmen ab.

Fast die Hälfte der Schweizer im mittleren Alter klagen über gravierende Schlafprobleme. Jede achte Schweizerin und jeder vierzehnte Schweizer leidet unter schweren Schlafstörungen. Das heisst, 20 Prozent der Bevölkerung bohren mit ihren Augen Nacht für Nacht Löcher in die Decke, zählen alle Schafe der Welt. Kein Wunder, greifen fast vier Prozent regelmässig zu Schlafmitteln. Vor allem Ältere schlucken erschreckend viele Schlafpillen. Und zunehmend werden sogar auch Kinder mit Medikamenten in den Schlaf befördert.

Gründe für die Schlafprobleme gibt es viele. Die meisten sind psychischer Natur; hervorgerufen durch Dauerstress und Leistungsdruck in Beruf und Privatleben, Schichtarbeit, Beziehungs- und Entspannungsprobleme, Sorgen, Ängste, Depressionen.

Für den Beobachter ist dies Anlass genug, dem Thema «Schlafen» ein Ratgeber-Extra zu widmen. Sie finden hier aber weder eine TV-Moderatorin, die die Farbe ihres Lieblingspyjamas verrät, noch erzählt Ihnen ein Schauspieler seine Albträume. Sie können auch keinen verstohlenen Blick ins Schlafzimmer eines Durchschnittsschweizers werfen.

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Dafür erhalten Sie fundierte Hintergrundinformationen und viele Ratschläge zu einem Thema, das in dieser Tiefe und Breite die Ratgeberrubrik «Gesundheit» im Beobachter sprengen würde. Die Artikel recherchierte Rita Kempter – eine auf Gesundheitsthemen spezialisierte Wissenschaftsjournalistin. Sie erklärt, wie Sie Ihre Schlafprobleme überwinden, gibt Tipps zu den gängigsten Schlafformen, verschafft Einblick in die Arbeitsweise und Behandlungsmöglichkeiten von Schlafkliniken. Der Beobachter bietet Ihnen auch eine Spezial-Hotline an, damit Sie einem Spezialisten für Schlafstörungen direkt Fragen stellen können.

Trotz der geballten Ladung an Informationen: Den seligen Tiefschlaf kann Ihnen der Beobachter nicht garantieren. Denn selbst die Forscherinnen und Forscher wissen noch nicht alles über die Geheimnisse des Schlafs und der Träume. Dafür berauben einen die Wissenschaftler um einige landläufige Irrmeinungen rund ums Schlafen und Träumen. Die neusten Erkenntnisse werden Ihnen hoffentlich keine schlaflosen Nächte bescheren. In diesem Sinn: Schlafen Sie gut.

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