Das Konzert ist ein absolutes Muss – auch wenn der Eintritt locker 100 Franken kostet. Die neuen Turnschuhe dürfen nicht von der Migros sein, sie müssen ein Nike-Label tragen – koste es, was es wolle. Die Bedürfnisse der Jungen bringen viele Eltern ins Schwitzen. Wer Zug oder Tram fährt, stellt täglich fest: Die Jugendlichen sind ein Konsumfaktor. Der Discman wetteifert mit dem Handy, Skateboards kollidieren mit Rollerblades, der Energydrink tropft auf die neue Tiger-Handtasche.

Neben offen zur Schau gestelltem Wohlstand und Luxus gibt es Not in diesem Land. Auch bei vielen Jungen. Armut ist keine Schande. Schändlich ist aber die Tatsache, dass der ungleich verteilte Wohlstand zu ungleichen Chancen im Leben führt. Die Sozialämter sparen, die Schulen streichen Förderungshilfen zusammen – wohl dem, der reiche Eltern hat! Arme Kinder drohen dagegen auf der Strecke zu bleiben (siehe Artikel zum Thema «Chance für die Jugend»).

Auch unsere Stiftung SOS Beobachter spürt diese Entwicklung hautnah: Die Hilfsgesuche von Familien steigen markant an. Wir freuen uns, dass wir dank Ihren Spenden immer wieder helfen können. Und ganz besonders freuen wir uns, wenn Kinder und Jugendliche sich für SOS Beobachter engagieren. Sie beweisen, dass der eigene Wohlstand nicht blind macht für Sorgen und Nöte der anderen. Ein hoffnungsvolles Zeichen.

Reden wir nochmals über Geld: Nach wie vor stockt die Konjunktur, werden Leute entlassen, Löhne gekürzt. Die Presse leidet mit. Die Inseratenerträge sind eingebrochen, die Redaktionen entlassen Leute. Auch der Beobachter spürt die Anzeigenflaute. Doch er hat Vertrauen in die Zukunft. Er verstärkt die Redaktion und baut die Beratungsleistungen weiter aus. Unverändert bleibt nur der Abopreis: bei bescheidenen Fr. 69.50.

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