Beschauliche Festtage? Keine Spur. Allein die Kantonspolizei Zürich war im Dauereinsatz. «Hausen am Albis: Versuchter Banküberfall» (21.12.), «Winterthur: Grosse Beute bei Wohnungseinbrüchen» (22.12.), «Rüti: Raubversuch auf Kioskangestellte» (23.12.), «Horgen: Kassenschrank ausgeräumt» (24.12.)… Uber 30 Medieninformationen ratterten während der Festtage über den News-Ticker der Kapo Zürich – ein Raubüberfall hier, ein Einbruch dort; Fahndungsmeldungen, Zeugenaufrufe – in Zürich wie anderswo.

«Bei uns wird geklaut wie nie!», meldete der «Blick» – und damit quasi Volkes Stimme. Die reiche Schweiz habe für Diebe «geradezu magnetische Anziehungskraft», warnte auch die Zürcher Kriminalpolizei. Ausländische Banden veranstalteten «regelrechte Plünderzüge» durch unsere Einkaufsstrassen und Wohnquartiere.

Wo leben wir denn?! Das fragen sich viele Beobachter-Leser und -Leserinnen. Einige senden uns die ebenso fleissig wie empört gesammelten Pressemeldungen zu, versehen etwa mit einer Randnotiz: «Und was sagt der Beobachter zur ständig wachsenden Kriminalität?»

Beobachter-Reporter Urs Rauber hat sich ins Thema vertieft; in die kriminalpolizeilichen Daten ebenso wie ins psychologische Klima des Landes. Eine fast schon detektivische Aufgabe. Nimmt die Kriminalität tatsächlich zu? Nein. Wächst die Angst vor Verbrechen? Ja. Und wo liegen die Gründe dafür? Die einseitige Information der Medien, sagen die einen; die Angstmacherei gewisser Politiker, behaupten die andern. Vermutlich ist es beides – und noch etwas dazu: die keineswegs unbegründete Befürchtung, dass es, rein theoretisch, jeden mal treffen könnte – Statistik hin, Statistik her. Denn es gibt im Leben keine Sicherheit, nur verschiedene Grade der Unsicherheit.

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Letztere kann man allerdings reduzieren. Das gilt besonders auch für den Umgang mit der modernen Kommunikationstechnik. Beobachter-Mitarbeiter Thomas Illi beschreibt, wie kinderleicht Mobiltelefone in Abhörwanzen verwandelt werden können – und wie Sie sich, etwa bei vertraulichen Sitzungen, vor Lauschangriffen schützen.

Noch heikler ist die Datensicherheit im Internet. Die amerikanische Bundespolizei FBI schätzt die Verluste durch das so genannte Cybercrime auf jährlich mehrere Milliarden Dollar.

Elektronische Einbrüche in EDV-Systeme, Hacker-Attacken auf Grossbanken, Erpressung mit Virenprogrammen, Kreditkartenmissbrauch, elektronische Sabotage… Selbst die Hochsicherheitscomputer des Pentagon wurden schon mehrfach angegriffen.

Umso wichtiger ist es auch für ganz gewöhnliche Surfer und Online-Kunden, im Internet möglichst wenig Spuren zu hinterlassen. Wie das geht, verrät Ihnen Markus Koch, einer der bestinformierten Internetjournalisten der Schweiz.

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Seine Tipps finden Sie ab dieser Nummer regelmässig im Ratgeber Konsum; und wie in diesem Heft wird er den Sicherheitsaspekten ganz besondere Aufmerksamkeit schenken.