Also gut, mein Entschluss steht. In diesem Winter nehme ich den inneren Schweinehund an die ganz kurze Leine – von Beginn weg!

Nichts da mit Winterzeit, Zeit der Gemütlichkeit. Wie sagte der frühere Radprofi Lance Armstrong jeweils zum Saisonstart mit Blick auf die Frühlings-Speckrollen der Konkurrenz: «Die Tour de France wird im Winter gewonnen.» Wie wahr, von den Profis kann man lernen. Cordula Sanwald hat sich deshalb erkundigt, wie sich Leistungssportler im Winter das Rüstzeug für die sommerlichen Höchstleistungen holen (siehe Artikel zum Thema «Fitness im Winter: Gar nicht erst schlappmachen»). Und auch den weniger Ambitionierten zeigt sie auf, wie jedermann mit der richtigen Ausrüstung auch im Winter fit bleiben kann.

Jacke, Kappe und Handschuhe liegen bereit. Zwei Stunden Bewegung pro Woche sollten drinliegen. Aber am nebligen Morgen durch die Kälte joggen, statt unter der warmen Decke weiterdösen? Nach Feierabend im Fitnesscenter strampeln, statt mit einer Pizza vor dem Fernseher stranden?

«Ruhe!», befehle ich meinem Schweinehund. Aber die innere Stimme liefert mir laufend neue Gründe, jegliche Aktivität auf morgen zu verschieben – oder gleich auf die Zeit, wenn es draussen wieder grünt.

Ich könnte es machen wie die Bewohner von La Brévine, die Lukas Egli besucht hat (siehe Artikel zum Thema «La Brévine: Das Hochtal der Tiefstwerte»). Die halten sich mit selbst gebranntem Schnaps warm. Oder ich könnte mich mit dem Winterspeck anfreunden. Und darauf hoffen, dass die Kilos im Frühling wegschmelzen.

Irgendwo zwischen Entspannung und Überwindung liegt die Wahrheit. Wenn ich das nächste Mal mit meinem inneren Schweinehund Gassi gehe, werde ich ihm das beibringen. Es soll ja keine Tour-Vorbereitung werden. Aber ab und zu Stöckli holen, das muss auch im Winter sein!

Quelle: Archiv