Verglichen mit dem benachbarten Ausland, sind die Schweizer ein Volk von

Mieterinnen und Mietern. Trotzdem leben in der Deutschschweiz 44 Prozent der über 14-Jährigen im eigenen Ein- oder Mehrfamilienhaus oder in einer Eigentumswohnung. Fast die Hälfte aller Beobachter-Leser und -Leserinnen – genau genommen 465 000 – sind Immobilienbesitzer; 320 000 sind Hausbesitzer.

Keine Frage: Das Thema «Eigenheim» verdient eine Extra-Nummer. Sie wurde schliesslich mehr als doppelt so dick als ursprünglich geplant. Zusammen mit dem aktuellen Heft ist diese Ausgabe in der über siebzigjährigen Geschichte des Beobachters ein absoluter Seitenrekord.

Für die meisten Schweizer ist ein Eigenheim ein erstrebenswertes Lebensziel. Die Wohneigentumsentwicklung zeigt, dass sich in den vergangenen Jahren immer mehr Personen ein Eigenheim leisten konnten; dank gesunkenen Immobilienpreisen, rekordtiefen Hypothekarzinsen und der Möglichkeit, Gelder aus der Pensionskasse und der Säule 3a für die Finanzierung einsetzen zu können.

Der Wunsch eines Eigenheims lässt sich unter Umständen mit weniger Eigenkapital realisieren, als man denkt. Etwa mit Hilfe einer Bürgschaftsgenossenschaft (siehe Artikel). Dass Immobilienbesitz nicht zwingend ein Managersalär voraussetzt, zeigt ein Blick auf das Haushaltseinkommen der Wohneigentümer: Zwei Fünftel kommen auf weniger als 6000 Franken pro Monat.

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Zugegeben: Die idealen Kaufbedingungen könnten schon bald vorbei sein. Zinsen und Immobilienpreise ziehen wieder an. Also sofort beim nächstbesten Angebot zugreifen? Das könnte schief gehen. Der Kauf von Wohneigentum muss reiflich überlegt und aufs Haushaltsbudget abgestimmt sein. Worauf im Detail zu achten ist, um böse Uberraschungen zu vermeiden, erfahren Sie im ersten Teil dieses Heftes (siehe Artikel).

Selbstverständlich kommen auch Wohneigentümer und Hobbywerker mit dieser Extra-Nummer auf ihre Rechnung: mit fundierten Informationen und unzähligen Tipps zu den Trends bei Renovationen. Damit Sie im Gespräch mit den Baufachleuten beim Planen und Realisieren kompetent mitreden können – und nicht als Laie für dumm verkauft werden.

So begehrt ein eigenes Haus, eine Eigentums- oder Ferienwohnung ist; im Alter kann eine Immobilie auch zur Belastung werden. Was tun? Vererben, verschenken, vermieten, verkaufen? Wir lassen Sie mit solchen Fragen nicht allein (siehe Artikel). Der Beobachter wünscht Ihnen viel Erfolg beim Realisieren Ihrer Wohn-Träume.

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