Wenn draussen die Natur erwacht, die Temperaturen auf angenehme Werte steigen und der hartnäckige Winter nur noch unscharfe Erinnerung ist, dann liegt was in der Luft: Aufbruchstimmung. Aufbrechen zu neuen Ufern - ausbrechen aus dem grauen Alltag. Zu keiner anderen Jahreszeit fällt es leichter, etwas Ungewohntes zu wagen oder sich gar völlig neu zu orientieren. Warten Sie nicht auf den zweiten Frühling: Machen Sie diesen Frühling zu Ihrem Frühling! Doch wohin soll die eigene Reise gehen?

Um dies herauszufinden, fliegen die einen ans Ende der Welt, andere stecken ihren Kopf in Bücher. Entscheidend ist, die Perspektive zu wechseln - eine andere Sicht der Dinge zu erleben. Der Vergleich mit Fremdem und Unbekanntem hilft Abstand zu gewinnen und alte Gewohnheiten zu überdenken.

Eine Reise nach Asien oder nach Australien können wir Ihnen nicht bieten, aber einen gedanklichen Ausflug mit meiner Kollegin Edith Lier zu drei Menschen, die sich nicht um Normen kümmern: Der eine ist mit seiner rollenden Wohnung ständig auf Achse, der andere thront hoch über der Stadt, und der Dritte hat sein Haus vom Briefkasten bis zum WC-Deckel dem Mythos Ferrari gewidmet (siehe Artikel zum Thema «Wohnformen: Wohnen? Leidenschaftlich gern!»).

Einen Seitenwechsel hat auch der Journalist und Mieter René Ammann vollzogen: Er begleitete einen Abwart und traf auf einen Menschen, der seine Arbeit als Leidenschaft sieht (siehe Artikel zum Thema «Schulhausabwart: Hallo, Herr Putzfrau!»).

Weniger Erfreuliches berichtet Jürg Zulliger vom Immobilienmarkt. Der Beobachter testete als erste Schweizer Zeitschrift die Qualität von Hausverkäufern (siehe Artikel zum Thema «Immobilienhandel: Gute Beratung ist Glückssache»). Das Ergebnis zeigt: Die Branche muss den Frühling nutzen und über die Bücher gehen. Sonst verbaut sie sich die Zukunft.

Quelle: Archiv