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AxpoWeiterhin schmutziges Uran für Schweizer AKWs

Bild: Thinkstock Kollektion

Die Axpo verzichtet künftig im AKW Beznau ganz auf Brennelemente, die Uran aus Majak enthalten.

von Thomas Angeli

Es ist ein kleiner, aber wichtiger Erfolg für Greenpeace: Die Axpo verzichtet künftig im AKW Beznau ganz auf Brennelemente, die Uran aus Majak enthalten. Der Atomkomplex Majak im Südural verstrahlt seit Jahrzehnten ein riesiges Gebiet und damit die Menschen, die dort leben. Die ­hohe Strahlenbelastung geht zu einem Grossteil auf schwere Unfälle in den fünfziger und sechziger Jahren zurück. Die Axpo, Besitzerin des AKWs Beznau, gab 2010 zu, Uran aus Majak zu verwenden, stoppte aber den Einkauf, weil die russischen Behörden einer Axpo-Delegation den Besuch von Majak verweigern.

Dann halt Uran aus Seversk

Die Axpo nahm daher selber Messungen vor Ort vor, konnte aber «keine eindeutigen Hinweise auf eine Verletzung der gültigen Umweltgrenzwerte durch den heutigen Betrieb» feststellen, «aber auch nicht vollständig ausschliessen». Uran aus Russland wird dennoch weiterhin die zwei Beznauer Reaktoren antreiben. Es stammt zumindest teilweise aus dem sibirischen Atomkomplex Seversk, wo – wie die Axpo 2011 selber einräumte – ebenfalls nicht durchwegs nach westlichen Standards gearbeitet werde. Heute sieht die Axpo jedoch «weder Grund noch Notwendigkeit», auf Uran­lieferungen aus Seversk zu verzichten.

Veröffentlicht am 2014 M02 05