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AbwehrkräfteFitness geht durch den Magen

Abwehrkräfte: Fitness geht durch den Magen
Der Zusammenhang zwischen dem Immunsystem und der Ernährung ist heute erwiesen. Bild: Thinkstock Kollektion

Ständige Erkältungen, anhaltender Husten und zwischendurch als Krönung eine deftige Grippe: ganz schön mühsam für Eltern und Kinder. Mit der richtigen Ernährung kann man vorbeugen.

von Marianne Botta Dieneraktualisiert am 2017 M10 11

Dass Kinder in den ersten Lebensjahren bis zu einmal pro Monat krank sind, ist zwar lästig, aber normal. Ihr Immunsystem wird durch den häufigen Kontakt mit Viren und Bakterien trainiert und dadurch immer robuster. Dennoch fragen sich viele Eltern, wie sie dem Immunsystem ihrer Sprösslinge auf die Sprünge helfen können.

Das ist tatsächlich möglich, der Zusammenhang zwischen dem Immunsystem und der Ernährung ist heute erwiesen. So haben Studien gezeigt, dass sowohl unter- als auch übergewichtige Kinder häufiger krank werden und sich langsamer erholen als normalgewichtige Altersgenossen. Zu viel Fett, Zucker und andere Genussmittel wirken sich negativ auf das Immunsystem aus. Auch ein Eiweissmangel ist ungünstig, da verschiedene Proteinbestandteile für den Aufbau der schützenden Antikörper nötig sind.

Die Erreger nutzen jede Lücke aus

Entscheidend ist, dass die Ernährung der Kinder ausgewogen ist. Ein Mangel an verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen macht sie krankheitsanfälliger. Am wichtigsten sind:

  • Vitamin A und Betakarotin: Sie kommen in Leber, Milchprodukten, Rüebli, Aprikosen etc. vor. Ein Mangel verschlechtert die Abwehrfunktion der Schleimhäute im Mund-Nasen-Rachenraum, womit Bakterien und Viren leichtes Spiel haben.
  • Vitamin C: Sind besonders in Peperoni, Kartoffeln, Zitrusfrüchten, Kiwi etc. enthalten. Das Vitamin kann die Symptome von Erkältungskrankheiten mildern. Allerdings ist von Riesendosen Vitamin C abzuraten. Denn das Vitamin heisst auch Ascorbinsäure. Als Säure kann es die Zähne angreifen und die Magenschleimhaut reizen. Geben Sie Ihrem Kind also keinesfalls grammweise davon.
  • Vitamin E: Reich daran sind Pflanzenöle, Weizenkeime, Nüsse, Blattgemüse, Eier etc.. Es stimuliert das Immunsystem und fördert die Produktion von Antikörpern.
  • Selen und Zink: Von den Mineralstoffen spielen diese beide eine entscheidende Rolle. Gute Selenlieferanten sind Fisch, Fleisch, Eier und Milch, Zink liefern neben Fleisch und Austern, Nüsse, Weizenkeime, Vollkorngetreide, Hartkäse und Haferflocken.

Multivitamin- und Mineralstoffpräparate brauchen Kinder aber nicht. Viel besser ist es, wenn sie mehrmals pro Tag Früchte, Gemüse, Salat und Fruchtsäfte konsumieren. Die darin vorkommenden sekundären Pflanzeninhaltsstoffe spielen ebenso wie die Vitamine und Mineralstoffe eine entscheidende Rolle bei der Krankheitsabwehr.

Küchenmedizin

  • Warme Halswickel mit geschwellten, zerdrückten Kartoffeln wirken schleimlösend.
  • Kalte Quarkwickel helfen bei Halsschmerzen.
  • Genug trinken: Die Schleimhäute werden so befeuchtet und können Erreger besser abwehren. Holundersirup und Fencheltee wirken zudem schleimlösend.