Wie jedes ernsthafte Projekt braucht es natürlich zunächst einmal eine gründliche Bestandsaufnahme der aktuellen Situation, damit ich anschliessend die weiteren Ziele und Strategien entwickeln kann. Das aktuelle Gewicht - klar -, dazu der Fettgehalt und so unangenehme Dinge wie Hüft- und Bauchumfang.

Zufälligerweise lag für mich dieses Jahr eine Waage unter dem Weihnachtsbaum. Das Teil kann Bluetooth und Wireless, man bedient es via App - und weil die Waage den Körperfettgehalt über Stromstösse erfasst, wird sie wahrscheinlich demnächst meine acht Monate alte Tochter elektrokutieren, wenn die mal aus Versehen im Badezimmer draufkrabbelt.

Mein aktuelles Kampfgewicht von 98,1 Kilogramm hat mich dann aber doch etwas enttäuscht. Ich dachte, dass ich in den Weihnachtstagen endlich mal die 100 schaffen würde, was diesem Blog natürlich deutlich mehr Dramatik verliehen hätte. Aber gut, da hätte ich halt bei der gestrigen Sachertortenschlacht entschiedener zugreifen müssen.

Gewichts- oder Gesichtsverlust

Mit Gewicht und Körpergrösse lässt sich nun nach der Formel «Gewicht/Grösse/Grösse» der Body-Mass-Index (BMI) bestimmen, in meinem Fall also 98/1,87/1,87 = 28. Damit liege ich laut David Fäh knapp in der Kategorie «Orange» (BMI von 27 – 34: Übergewicht mit keinem oder leichtem Gesundheitsrisiko).* Umgekehrt müsste ich 94 Kilogramm wiegen, um meinen BMI wieder unter die kritische Marke von 27 zu bekommen.

Womit wir bei den Zielen angekommen sind: Fäh gibt als realistisches Abnehmziel zwei bis vier Kilogramm pro Monat an, je nach Diziplin und Affinität zu sportlichen Aktivitäten. Ich bin eher nicht so wahnsinnig diszipliniert, goutiere aber durchaus den abendlichen 5-Kilometerlauf. Drei Kilogramm pro Monat oder alle zehn Tage ein läppisches kleines Kilo müssten da ja wohl zu schaffen sein.

Als besonders effektive Motivationshilfe empfiehlt Fäh übrigens, nicht still und heimlich vor sich hin zu fasten, sondern sich durchaus ein wenig aus dem Fenster zu lehnen und seine Abnehmabsichten kundzutun. Das erhöht natürlich den Erfolgsdruck, bringt viele Facebook-Likes und das nötige Verständnis, wenn man mal auf die Pizza verzichtet und stattdessen nochmals ein paar Runden im Park laufen geht.


*Die komplette Tabelle dazu finden Sie übrigens hier - zusammen mit vielen anderen nützlichen Informationen, die David Fäh uns freundlicherweise als ergänzendes Material zu seinem Buch hat zukommen lassen.