Nicht, dass ich zu Süchten neige. Das Rauchen hab ich längst aufgegeben, Alkohol konsumiere ich in Massen und harte Drogen werde ich erst im hohen Alter nehmen. ABER: Ohne Milchkaffee am Morgen komm ich nicht in die Gänge. Wie mach ich das, eine Woche lang? Das mit dem Fleisch ist mir egal. Ich mag es nicht wirklich und ess seit meiner Kindheit dementsprechend wenig, aber Milch und Eier...? Was ist mit meinem Cappuccino und dem Butterbrot zum Frühstück? Was mit dem einzigen Backwerk, dass ich zuverlässig hinkriege: der Apfelwähe? Vor dem Start meiner veganen Woche treff ich mich vorausschauend mit einer Freundin, die seit Jahren auf Milchprodukte verzichtet. Sie rät mir das Kaffeeproblem mit geschäumter Sojamilch, Hafermilch oder Mandelmilch zu lösen. Die Probe aufs Exempel folgt...

Vegan, wo man es nicht erwartet: Das Schild steht vor dem Gewerbemuseum in Winterthur.

Quelle: Tanja Polli

PS. Wir trafen uns im Grand Café du Musé in Winterthur. Das Mittagsmenu: Tibetische gedämpfte Brötchen mit sautierten Karotten, einem Pilzlauchgemüse, Ananas-Chutney, Chilli und Reis war beim genaueren Hinsehen vegan. Das sei jeden Mittag so, erklärt man mir als sei es das natürlichste der Welt. Alles schmeckt fantastisch. Jubel! Verhungern werde ich also nächste Woche nicht. Und an die Idee, jeden Tag zu fotografieren, was ich grad essen werde, gewöhne ich mich vielleicht auch noch ;-)

Quelle: Tanja Polli

Tibetische gedämpfte Brötchen mit sautierten Karotten, einem Pilzlauchgemüse, Ananas-Chutney, Chilli und Reis - hmmm!