In den Supermärkten stehen sie bald wieder gleich neben den Tomaten: die Töpfchen mit Basilikum. Zu Hause landen sie auf dem Fens­terbrett, wo das Kraut leider allzu oft traurig eingeht. «Ist denn ­Basilikum nicht pflegeleicht?», fragen sich manche Geschädigte erstaunt. Diese Ansicht ist verbreitet, doch ­Basilikum braucht Aufmerksamkeit. Etwa so viel wie ein Tamagotchi. Erinnern Sie sich an die elektronischen Haustierchen aus Japan? Wäre das Basilikum ein Tamagotchi, würde es bei Durchzug, zu viel Sonne und Wassermangel piepsen. Das Basilikum aber geht ­geräuschlos ein und hat kein zweites Leben.

Doch selbst bei aller Aufmerksamkeit hält ein Basilikum keinen Sommer durch. Ein paar Tipps können sein Leben jedoch etwas verlängern:

  • Stellen Sie das kälteempfindliche Pflänzchen nicht zu früh auf den Balkon.
  • Meiden Sie die grossblättrigen Typen. Sie sehen verlockend aus, eignen sich aber nur für den schnellen Gebrauch.
  • Nach der ersten Ernte wächst das Basilikum nochmals nach, ist aber nicht mehr so kräftig.
  • Danach ist es reif für den Kompost.


Weil Basilikum von Natur aus so kurzlebig ist, empfiehlt sich, ein Topfgärtchen mit verschiedenen Sorten anzulegen: «gewöhnliches» Genoveser für Pesto und Salate, rotblättriges als Alternative, das kleinblättrige griechische Basilikum oder Thai- und afrikanisches Basilikum mit leicht bitterer Note.