Rambutan, Thailand
Das malaiische Wort «rambut» bedeutet Haar und verweist auf die dicht mit grünlich gelben Borsten besetzte Schale der Frucht. Wie bei den Litschis kann man die Rambutan­Schale einritzen und öffnen. Das milchig­weisse, geleeähnliche Fruchtfleisch schmeckt süss.

Ash Plantain, Sri Lanka
In vielen Regionen Südamerikas, Afrikas und Asiens ist die Kochbanane Grundnahrungsmittel wie bei uns die Kartoffel. Die grüne Schale wird, wenn die Banane reif ist, schwarz. Das hat aber keinen negativen Einfluss auf den Geschmack. Roh ist sie ungeniessbar, man kann sie aber kochen, grillen, frittieren und braten.

Coconut Candy, Vietnam
Das Mekong-Delta in Südvietnam ist das Zentrum der Coconut-Candy-Produktion. Allein in der Stadt Ben Tre gibt es Hunderte kleine Fabriken, die in Handarbeit Kokosbonbons herstellen. Zuerst werden die Nüsse gepresst. Die Milch wird mit karamellisiertem Zucker und normalem Zucker vermischt und längere Zeit gekocht. Wenn die Masse erkaltet ist, wird sie in Stücke geschnitten und in Bonbonpapier verpackt.

Green Papaya, Thailand
Die grüne Papaya heisst auch Gemüsepapaya. Fruchtfleisch und Kerne sind weisslich grün. Die grüne Papaya ist nämlich unreif, anders als jene Papayas, die wir aus der Früchteabteilung kennen, mit ihrem rötlichen Fruchtfleisch und schwarzen Kernen. Deshalb wird die grüne Papaya nicht als Frucht, sondern als Gemüse verwendet. Aus ihr machen die Thailänder ihren berühmten Papayasalat.

Karella, Indien

Die Bittergurke schmeckt, wie es der Name sagt, bitter – wegen ihres hohen Chiningehalts. Sie wird nicht roh gegessen. Man schält sie, halbiert sie, entfernt die Kerne und das umgebende Mark. Was übrig bleibt, schneidet man in Scheiben. Blanchieren, dämpfen, in Currys oder Suppen mitkochen, braten – alles ist erlaubt.

Spiced Coffee, Sri Lanka
Die Mischung aus Kaffee, Ingwer, Koriander und Kardamom ist eine Spezialität aus dem Norden Sri Lankas. Allein schon der Duft ist aussergewöhnlich: Die Gewürze dominieren. Ungeübte Geniesser sollten ganz klein anfangen und den Spiced Coffee mit normalem Pulverkaffee mischen.

Nama Udon, Japan
Die dicken Nudeln aus Weizenmehl sind in Japan eine Spezialität. Es gibt sie in der getrockneten oder in der frischen Version. Letztere hat den Vorteil, dass die Teigwaren nur kurze Zeit in der Brühe ziehen oder in der Pfanne braten müssen. Als Beigabe eignet sich eigentlich alles, was der Kühlschrank an Gemüse oder Fleisch hergibt. In Japan ist die Udon-Suppe ein gesundes Fast Food für kurze Mittagspausen. Wer bis jetzt nur italienische Pasta kennt, muss sich jedoch zuerst mit der weichen Konsistenz der Nudeln anfreunden.

Maldive Fish Chips, Sri Lanka
Seit Hunderten von Jahren sind die Malediven führend im Handel und in der Produktion von getrocknetem Thunfisch. Deshalb der Name. Der Fisch wird ausgenommen, gehäutet, in Stücke geteilt, dann gekocht, geräuchert und in der Sonne getrocknet, bis die Fischstücke wie Holz aussehen. Die getrockneten Stücke werden zu Chips zerkleinert oder zu Pulver gemahlen. Die Sri Lanker verwenden Maldive Fish, um Gerichte wie Currys oder Salate zu würzen.

Takuwan, Japan
Die Japaner lassen die weissen Rettiche einige Wochen an der Sonne trocknen, bis sie weich und biegsam sind. Dann schichten sie die Wurzeln in ein hölzernes Einmachgefäss mit Salz und einem Mus aus Reiskleie. Nach sechs Monaten ist der Gärprozess beendet und der Rettich gelb. Takuwan, in dünne Scheiben geschnitten, ist in Japan, Korea und China eine Vorspeise, wird aber auch zu vielen Mahlzeiten gereicht oder als Füllung für Sushi verwendet. Im Geschmack ist er nicht scharf wie unser Meerrettich, sondern süss-säuerlich.

Okraschoten, Indien
Die Okraschoten, in Indien wegen ihrer Form auch «Ladyfinger» genannt, sind eines der ältesten Gemüse überhaupt. Schon vor mindestens 3000 Jahren bauten die Ägypter Okra an. Heute sind Indien, Pakistan und Nigeria die wichtigsten Anbauländer. Der Geschmack der Schoten ist mit jenem der grünen Bohnen vergleichbar. Man kann sie als normales Gemüse zubereiten oder auch in einem Eintopf. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die schleimige Substanz, die sie beim Kochen absondern.

Sweet Tamarind, Thailand
Der Name stammt vom persischen Tamai-Hindi ab und bedeutet indische Dattel. Ursprünglich stammt die Tamarinde aus Afrika, ist aber seit langer Zeit auch in Sri Lanka, Indien, Burma und Thailand heimisch. Von der Konsistenz und Reichhaltigkeit her ist sie tatsächlich mit der Dattel vergleichbar, nur schmeckt sie etwas sauer. Das bräunliche Fruchtmark befindet sich in einer trockenen Schale. Die bricht man auf, dann entfernt man den Faserstrang. Achtung: Im Fruchtmark befinden sich grosse Kerne, die nicht essbar sind.

Udon Nudelsuppe: Rezept für vier Personen|

  • 300 Gramm frische Udon-Nudeln in kochendem Wasser zwei Minuten ziehen lassen, dann abgiessen.

  • 1 Stange Lauch ohne Grün waschen, längs halbieren, in dünne Scheiben schneiden.

  • 2 Frühlingszwiebeln waschen, mit Grün längs halbieren, in dünne Scheiben schneiden. Zwei Esslöffel voll beiseitestellen.

  • 4 Shiitake-Pilze abreiben, Stiele entfernen, Hüte in Streifen schneiden.

  • 1 Deziliter helle Sojasauce mit 2 Esslöffeln Mirin (süssem Reiswein) zusammenrühren.

  • 300 Gramm Pouletfleisch in der Sauce fünf Minuten marinieren.

  • 3 Teelöffel Dashi-Granulat (japanischen Fischsud, im Asienladen als Instantpulver erhältlich; ersatzweise Hühnerbouillon) in 1 Liter Wasser einrühren, zum Sieden bringen; Pilze, Frühlingszwiebeln, Lauch dazugeben, zehn Minuten köcheln lassen.

  • Fleisch dazugeben, weitere fünf Minuten sanft pochieren, bis das Fleisch gar ist. Nudeln kurz miterhitzen. Suppe eventuell etwas nachsalzen. Nudeln in vier Schalen verteilen und mit der Suppe aufgiessen. Mit den restlichen Frühlingszwiebeln bestreuen.