Zutaten für 4 bis 6 Personen

450 Gramm Kartoffeln, mehlig auskochend

50 bis 60 Gramm Butter

80 bis 90 Gramm Weissmehl

wenig Butter

250 Gramm junger, noch cremiger Gorgonzola

etwas Kastanienhonig

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereiten des Kartoffelbrots

Die ungeschälten Kartoffeln in kaltem Salzwasser aufsetzen.

Gar kochen, danach schälen und in grobe Stücke schneiden.

In einer Schüssel im offenen Backofen bei 80 Grad in etwa zehn Minuten trocknen.

In eine Schüssel durchpressen und mit einem Holzlöffel die Butter darunter mengen. Es entsteht ein weicher Teig, den Sie allenfalls mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

In den noch warmen Teig nun nach und nach das Mehl darunter mengen. Es entsteht ein fester Teig, den Sie auf etwas Mehl auf zirka einen Zentimeter Dicke ausrollen.

Mit einem Springformring von 24 Zentimeter Durchmesser einen Kreis auf den Teig drücken.

Ausschneiden und dieses Teigstück in acht Schnitten schneiden.

Eine Teflonpfanne oder ein «Griddle» mit einem Hauch Butter bestreichen. Erhitzen und die «Tortenstücke» darauf auf beiden Seiten knusprig backen.

Anrichten

Den Gorgonzola mindestens eine Stunde vor dem Auftragen aus der Kälte nehmen und Raumtemperatur annehmen lassen.

Den Honig etwas aufrühren, damit er leicht rinnt.

Den Käse auf die Kartoffelbrotstücke streichen, mit wenig Honig beträufeln und mit viel Pfeffer bestreuen.

Jeden Bissen mit einem Schluck Moscato geniessen.

Die Tricks

Das Kartoffel-Fladenbrot ist eigentlich ein Gnocchiteig ohne Eizugabe. Deshalb müssen die Kartoffeln möglichst trocken sein, wenn sie mit Mehl und Butter zusammenkommen. Nur so saugen sie sich voll, binden das Mehl und backen saftig-trocken aus. Also muss man die Kartoffeln in der Schale garen: So nehmen sie praktisch kein Kochwasser auf.

Nach dem Schälen werden die Kartoffeln in Stücke geteilt und nochmals im warmen, offenen Backofen getrocknet. So reduziert sich ihre Flüssigkeit auf ein Minimum.

Butter und Mehl sollen nicht miteinander in die noch warme Masse gemixt werden. Nur so entsteht ein sämiger Teig ohne Knollen.

Der «Griddle» ist eine völlig flache Bratpfanne, die in Amerika erfunden wurde, um im Hausinnern grillieren zu können. Der Griddle speichert grosse Hitze, verschliesst die Poren des Garguts sofort und bildet eine herrlich knusprige Kruste. Teflonpfannen können ebenfalls benutzt werden. Sie besitzen allerdings meist keinen dicken, schweren Boden und können deshalb die Hitze nicht perfekt speichern. Die Kruste wird unregelmässig und nicht sehr knusprig.

Jeder Käse sollte vor dem Verzehr unbedingt Raumtemperatur erreichen. Nur so schliessen sich seine Nebenaromen auf, und der Genuss wird perfekt.

Kastanienhonig ist ein «miele amaro», ein bitterer Honig. Weil er von Pflanzen stammt, die besonders viele Gerbstoffe besitzen etwa Tannen oder Kastanien , ist sein Geschmack nicht fruchtig-rund, sondern eher süss-kräftig und malzig. Er passt deshalb ideal zum säuerlichen Gorgonzola.