Für 6 bis 8 Personen:

  • 500 Gramm Kartoffeln, mehlig auskochend
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • 2 grosse Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 1 bis 2 Karotten, sehr fein gewürfelt
  • 1 Selleriezweig, fein gewürfelt
  • Salz
  • Salz aus der Mühle
  • 2 Prisen Safranfäden
  • 200 Gramm Spaghettini
  • 1 bis 2 Esslöffel fein geschnittene Blätter des italienischen Peterli
  • 1 bis 2 Esslöffel Olivenöl «prima pressione»

Zubereitung

  • Die Kartoffeln in viel stark gesalzenem Wasser aufsetzen. Gar kochen und danach schälen. Erst dann in grosse Würfel schneiden. Zudecken, damit sie nicht antrocknen.

  • Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, sämtliches fein gewürfeltes Gemüse zufügen und unter stetem Umrühren anziehen lassen. Leicht salzen (aus der Mühle) und zudecken, damit die Mischung etwas Saft zieht. Jetzt den Safran darüber streuen, die Mischung zudecken und für drei bis vier Minuten von der Herdplatte ziehen.

  • Erst jetzt die Kartoffeln darunter mischen und 1,2 bis 1,5 Liter heisses Wasser dazugeben. Aufkochen lassen, die Teigwaren dazufügen und alles so lange garen, bis die Spaghettini al dente gekocht sind. Jetzt ist die Suppe bereit zum Servieren. Allenfalls noch mit etwas Salz aus der Mühle abschmecken und in die Teller ausschenken.

  • Zum Schluss mit frisch gehacktem Peterli überstreuen und einige Tropfen Olivenöl mit einem Esslöffel über die Suppenoberfläche verteilen.


Die Tricks

  • Für einmal verwenden Sie mehlig auskochende Kartoffeln, also etwa holländische Sorten wie Bintje, Sirtema oder Agria. Diese bleiben bei der kurzen Kochzeit und durch das Garen in der Schale recht fest. Danach geben sie aber etwas Stärke ab, die sich mit der Suppenbrühe bindet.

  • Es ist ausserordentlich wichtig, dass Sie die Gemüsestückchen zum Suppenfond langsam und lange andünsten. Denn nur so verlieren die Gemüsestücklein etwas von ihrer Flüssigkeit, und nur so konzentriert sich die Süsse, die durch die Umwandlung von Stärke in Zucker entsteht. Diese Süsse bildet die Geschmacksbasis der Suppe. Das Gericht schmeckt deshalb auch ohne Fleischzugabe wunderbar rund.

  • Die Safranfäden entwickeln während der drei bis vier Minuten des Ziehenlassens ihr Aroma und geben danach besonders leicht ihre goldene Farbe an die Brühe ab.

  • Eine so sorgfältig angesetzte Suppenbasis darf niemals mit kaltem Wasser abgelöscht werden. Dabei würde nämlich ein Grossteil der erlangten Aromen wieder vernichtet. Löschen Sie mit heissem Wasser ab, dann lösen sich diese Partikel ohne geschmackliche Einbusse in der Flüssigkeit auf.

  • Damit die «magere» Suppe so rund wie eine Fleischbrühe schmeckt, braucht sie etwas Fettstoff. Natürlich ist dafür nur das Beste gut genug: ein kräftiges Olivenöl zum Anziehen der Gemüse und ein noch kraftvolleres aus einer «prima pressione» ganz zum Schluss. Da Letzteres nur wenig erhitzt wird, behält es seine besten Eigenschaften.